Ich muss für zwei Kämpfen

Die Tage vergehen aber es wird nicht besser, ganz im gegenteil, es wird immer schlimmer. Nicht nur für mich sondern auch für meine kleine. Ihr geht es verdammt schlecht, von Tag zu Tag wird es immer schlimmer für sie. Heute war der Horror, ich erkenne sie nicht mehr wieder. Sie war in ihrem Bett und schrie heulend: Papi, was hab ich getan ? Sie schrie von ganz tief aus sich heraus, man hat den schmerz in ihr gehört. Ich ging ins Zimmer, ich weis nicht ob sie es sah, aber für mich kam es so vor als wäre sie nicht mehr hier bei uns als wäre sie irgendwo anders. Wir redeten auf sie ein, sie habe nichts falsch gemacht, sie sei nicht alleine. Doch wir haben sie nicht mehr ´zurück´bekommen. Mein erster Gedanke war mein Arzt. Ohne weiter zu denken sagte ich zu meiner freundin sie solle aufpassen ich komme gleich wieder. Ich rannte zu meinem Arzt er hatte geschlossen aber er war noch da. Ich klingelte und sagte das ich mit ihm reden muss. Nicht zu vergessen ich bin vor einer halben Stunde erst von ihm gegangen. Er weis über alles bescheid, was passierte, was die kleine sagt und denkt und vieles mehr. Er hat versucht mich zu beruhigen. Telefonierte etwas rum mit ein paar kollegen, weil er nicht für kinder zuständig ist. Mein armer kleiner Engel leidet so sehr. Sie will antworten, sie will ihren Papa wieder hier haben, sie denkt so falsch was ihr noch mehr weh tut. Mein kleines Baby, es bricht mir das Herz. Morgen wird sich der Arzt bei mir melden und wird mir sagen wie es weiter geht. Ich hab das Gefühl das ich mein Kind verloren hab, als wäre es Körperlich hier aber geistig ganz wo anders. Die letzten nächte hatte sie Alpträume, hat sie mir sofort erzählt als sie aufgewacht ist. Für sie sind es Alpträume, ihr Papa ist gekommen und hat uns verlassen, jetzt weis ich aber auch warum sie im schlaf um sich geschlagen hat, auch öfters mich geschlagen hat oder warum sie im schlaf weinte. Mein armes kleines Baby. Ich bin kein Egoist. Ich meine damit, es ist für mich auch nicht leicht einfach so weiter zu leben obwohl ich ihm glaubte das er es ernst meinte, ich kann nicht einfach so weiter leben weil ich ihn liebe, ich liebe ihn so sehr. Ich muss stark für mich sein und für mein kleiner Engel. Obwohl ich selber keine Kraft mehr für mich habe, gebe ich meine ganze Kraft die ich habe meinem kleinen Engel, denn sie braucht sie im Moment sehr. Ich stehe da, höre ihr zu, lenke sie ab und helfe ihr wo ich kann. Aber das einzigste was ich nicht kann ist es zu schaffen das ihr Vater endlich zu der Liebe steht. Jetzt liegt sie neben mir und schläft, naja wenn man das schlafen nennen kann. Ihr Augen sind zu und sie schnarcht auch hin und wieder, aber sie dreht sich immer wieder und tritt aus. Ich hoffe für mein kleiner Engel das es ihr bald besser geht. Im moment darf ich nicht an mich denken, egal wie sehr es mir auch weh tut, egal wie tief ich verletzt bin, mein kleiner Engel braucht mich und ich bin da.
15.9.16 22:02
 


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